Dispobox der Schweizerischen Post: Nachhaltiger Versand im Detail
Die ökologische Alternative zum Karton: Mehrwegbox statt Einwegverpackung - und das Stopfmaterial wird gleich mitentsorgt
Als einen unserer nachhaltigen Versandwege bieten wir die gelbe Dispoboxen der Schweizerischen Post an. Du hast die Wahl: Wir verpacken deine Bestellung entweder in Kartonboxen oder in der Discobox - einer Versandverpackung, die im Kreislaufsystem funktioniert.
Mahler & Co. bestellt leere Dispoboxen bei der Post, verpackt die Bio-Lebensmittel darin und polstert sie mit ökologischem Stopfmaterial. Der Postbote stellt die Dispoboxen zu und nimmt die leere Box samt Füllmaterial gleich wieder mit. Die Post lässt das meiste Füllmaterial wiederverwenden und entsorgt einen kleinen Rest fachgerecht. Die leeren Dispoboxen durchlaufen eine gründliche Reinigung und werden danach für den nächsten Einsatz bereitgestellt.
Wie gross der ökologische Nutzen dieses Versandwegs konkret ist, rechnen wir in unserem Artikel Nachhaltiger Versand im Onlineshop: Das Sparpotential der Dispobox vor. Einen Überblick über alle unsere nachhaltigen Versandbemühungen findest du unter Ökologisch versenden bei Mahler & Co.
Was passiert mit der Dispobox, wenn die Kundschaft nicht Zuhause ist?
Im Checkout können die Kundinnen und Kunden wählen, ob die Dispobox bei Abwesenheit vor der Haustüre deponiert werden soll oder nicht:
Deponieren: Ist die Kundschaft nicht Zuhause, wird die Dispobox vor der Haustüre deponiert und muss am Folgetag dem Postboten wieder mitgegeben werden.
Nicht deponieren: Ist die Kundschaft nicht Zuhause, muss die Dispobox am Folgetag auf der Poststelle abgeholt werden.
Verschicken wir Kühlprodukte oder BIO BOX Frischprodukte, steht nur die Option "Dispobox Deponieren" zur Auswahl.

Factsheet: Weshalb wir die Dispobox als nachhaltigen Versandweg schätzen
- Material: Die Dispobox besteht aus schlagfestem Kunststoff, ist sehr stabil und wird im Schnitt 100 Mal wiederverwendet. Am Ende der Lebensdauer wird sie eingeschmolzen, aus dem Granulat werden wieder neue Dispoboxen gegossen. Die Boxen brauchen kein Klebeband und es ist keine Umreifung nötig.
- Grössen: Wir verwenden verschiedene Dispoboxen-Grössen, jeweils passend zur Bestellung.
- Lagerung von Versandgebinden: Der Postbote nimmt die Dispobox direkt an der Haustüre wieder mit. Du musst kein Leergut stapeln, keine Schachteln falten.
- Stopfmaterial und Entsorgung: Für unsere Kundschaft entsteht kein Entsorgungsaufwand. Es muss kein Verpackungsmaterial gelagert und entsorgt werden, denn der Postbote nimmt auch alles Polstermaterial wieder mit. Dieses wird bei der Post wieder in Umlauf gebracht oder recycelt. Nur sehr wenig Restmüll muss entsorgt werden. Bei einem Besuch in einem Post-Paketzentrum hat uns der gewissenhafte Umgang mit den Materialien beeindruckt.
- Flexible Zustellung: Man muss während der Paketzustellung nicht unbedingt Zuhause sein. Die Dispobox kommt mit den normalen Touren der Paketpost. Sollte man nicht Zuhause sein, wird die Dispobox auf Wunsch vor der Haustüre deponiert oder der Inhalt kann am Folgetag auf der Poststelle abgeholt werden. Das kann im Checkoutprozess entsprechend ausgewählt werden.
- Portokosten: Dieser super Service der Schweizerischen Post hat seinen Preis. Mahler & Co. übernimmt einen Teil der Zusatzkosten, den Kunden und Kundinnen wird ein Restbetrag von CHF 1.90 weiterbelastet.
Ein Blick zurück: Weshalb hat Mahler & Co. die Dispobox eingeführt?
Ökologie ist bei Mahler & Co. in den Firmengrundsätzen verankert. Nebst den Bio-Standards sind nachhaltige Lösungen in jedem Bereich wichtig für uns. Den Ausschlag zur Einführung gab 2018 eine Arbeitsgruppe, die sich dem Thema Versand und Verpackung annahm und zunächst die Kundschaft befragte:

A: Mit einem Schnitt von 7.5 sind unsere Kundinnen und Kunden grundsätzlich zufrieden.
Wir sind seit jeher bestrebt, möglichst ökologisches Verpackungsmaterial zu verwenden. Bei den Shopbestellungen nutzen wir zuerst die Schachteln, mit denen wir von unseren Lieferanten beliefert wurden. Auch Stopfmaterial gebrauchen wir angemessen.

A: Grösste Störfaktoren: Plastik und sperriger Karton mit viel Stopfpapier.
Die Plastikverpackungen, vor allem im Bereich Bio Box, haben ihre Tücken und sind gar nicht so einfach zu ersetzen: Einerseits bleiben viele Produkte dank Kunststofffolie frischer, was Food Waste vorbeugt. Andererseits ist Plastik ein fossiler Rohstoff und nicht erneuerbar. Wir suchen Lösungen, die mehrere Kriterien gleichzeitig erfüllen und die nicht nur ökologisch angepriesen werden, sondern es auch wirklich sind.


A: Der grösste Teil unserer Kundschaft ist an der Dispobox interessiert, nur ein kleiner Teil möchte nicht damit beliefert werden. Auch das ist kein Problem, die Belieferung mit Karton-Box bleibt weiterhin möglich.


A: 80 % unserer Kundschaft ist mit dem Aufpreis von CHF 1.90 für diesen nachhaltigen Versandweg einverstanden.
Resultat der Arbeitsgruppe
- Die Dispobox weist 50 % weniger Umweltbelastungspunkte aus, als eine Kartonschachtel. Dies belegt eine unabhängige, wissenschaftliche Studie.
- In einer eigenen Testreihe hat sich gezeigt, dass die Dispobox weniger Stopfmaterial benötigt als eine Kartonbox.
- Die Dispobox hat eine hohe Kundenakzeptanz, da Stopfmaterial zur Wiederverwendung oder sachgerechten Entsorgung retourniert werden kann - der persönliche Abfallberg verringert sich wesentlich, vor allem bei regelmässigen Lieferungen mit einem BIO BOX-Abo.
- Die Portokosten erhöhen sich durch den zusätzlichen Service der Post. Unsere Kundinnen und Kunden sind laut Studie jedoch bereit, einen Teil davon zu Gunsten von mehr Ökologie und weniger persönlichem Abfall zu übernehmen.
- Optionales Deponieren bei Abwesenheit lässt sich im Checkout einfach einstellen.
Aktueller Blick hinter die Kulissen: Interview mit der Schweizerischen Post
Während die Kundenbefragung von 2018 zeigt, wie es zur Einführung der Dispobox kam, wollten wir wissen, wie die Schweizerische Post ihre Mehrweglösung heute beurteilt. Dazu haben wir mit Frank Daubenfeld, Verantwortlicher für die Dispobox bei der Schweizerischen Post, gesprochen.
Was macht die Post mit dem Abfallmaterial, das die Kundinnen und Kunden in den Dispoboxen zurückgeben können?
Die Post nimmt die Stopfmaterialien aus den Dispoboxen zurück, sammelt sie und gibt sie zur Wiederverwendung an ihre Geschäftskunden ab. Dazu gehören Styroporflocken, Plastik-Luft-Verpackungen und spezielles Papier-Füllmaterial. Alle anderen Stopfmaterialen führen wir, wo möglich, fachgerecht dem Recycling zu. Die Empfängerin oder der Empfänger erhält somit ausschliesslich die bestellten Waren – ohne zusätzlichen Aufwand, die Verpackung und das Stopfmaterial entsorgen zu müssen.
Werden diese gelben Boxen gereinigt, wenn sie zurück bei der Post sind?
Ja, wir reinigen alle Dispoboxen. Dispoboxen, welche in sensiblen Branchen wie Pharma, Food und Beauty zum Einsatz kommen, spülen wir zusätzlich vor jeder Nutzung bei sehr hohen Temperaturen. Dadurch erfüllen sie bei der Anlieferung die strengen GDP-Auflagen des Pharmaversands sowie die Vorgaben der Lebensmittel-Branche (z.B. Keimfreiheit).
Plant die Post noch weitere Angebote an nachhaltigen Versandlösungen?
Die Post hat weitere Projekte in diesem Bereich umgesetzt. Vor einigen Jahren haben wir beispielsweise die ThermoCare-Lösung eingeführt, mit denen wir den Transport von temperaturgeführten Sendungen (in den Bereichen 15 - 25 °C und 2 - 8 °C) im Paketkanal ermöglichen.
Wie überzeugt die Schweizer Post den Onlinehandel, dass die Dispobox ihre Versandlösung sein könnte?
Mit den nachhaltigen und hochwertigen Dispoboxen können Onlinehändler eine umweltfreundliche Versandlösung anbieten, die es ihren Kunden ermöglicht, bestellte Waren unverpackt zu erhalten – und das ganz ohne lästiges Entsorgen von Verpackungs- und Füllmaterial.
Merkt ihr bei der Post ein wachsendes Interesse an dieser Kreislauflösung?
Das Interesse an Dispoboxen ist nach wie vor sehr hoch, weil viele Unternehmen an einer umweltfreundlichen Versandlösung interessiert sind.
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